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Hinterm Tellerrand gehts weiter... Das Festival Freie Kultur

Stadtspiegel, Silke Sobotta, 19.10.2011



Wer dieses Logo sieht, ist auf
dem richtigen Weg zum Festival.
Die Lebenswirklichkeit in Gelsenkirchen, die Menschen, die Orte und die Natur formen und bringen eine Einzigartigkeit zustande, die ihren Ausdruck im Tun der in dieser Stadt lebenden Künstler findet.

GE. Dieses Schaffen zu einem lebendigen Bild zu formen und es zu präsentieren, ist Sinn und Zweck des ersten Festival Freier Kultur in Gelsenkirchen. Mit den Lehren aus den Kulturhauptstadtsaktivitäten setzt dieses Festival auf Nachhaltigkeit und Gemeinsamkeit, auf gegenseitiges Bereichern und voneinander Lernen. Es ist ein Aufeinandertreffen von in Gelsenkirchen lebenden und arbeitenden Künstlern und dem Publikum.

Fünf Tage ist die Kaue in der Wilhelminenstraße 174 der Platz, Ausschnitte des eigenen Schaffens zu zeigen, neue Kooperationen einzugehen und spartenübergreifend zu arbeiten. Alle Sparten kommen mit ihren spezifischen Facetten zu Wort. Die Bereiche Tanz, Literatur, Theater, Musik, Bildende Kunst und Film präsentieren ihre Vielfalt von künstlerischen Arbeiten nicht nur dem Gelsenkirchener Publikum.

Der Festivalort ist von Heute (19.) ab 17 Uhr bis Sonntag (23.) um 24 Uhr geöffnet und bietet neben kulturellen und leiblichen Genüssen, auch Informationen und Anregungen zur Verbesserung des eigenen Tuns. Das Publikum( Kinder, Jugendliche und Erwachsene) kann viele Gelsenkirchener Künstler und ihre Kunst kennen lernen. Die Künstler können mit Kulturinteressierten und Kollegen ins Gespräch kommen und so neue Impulse bekommen.

Dieses Festival will über den Tellerrand gucken. Es soll eine Bestandsaufnahme sein, aber auch für die Zukunft Gedanken und Projekte entwickeln.

Am Samstag (22.) ab 18 Uhr bietet „Total recall – Internationales Festival des nacherzählten Films“ die Gelegenheit mitzumachen. Jeder hat es schon einmal getan, jedem ist es schon einmal passiert. Das Nacherzählen von Filmen ist eine weit verbreitete Kunst, die im Verborgenen blüht. Doch das wird jetzt anders: Total Recall, das Festival des nacherzählten Films, bietet jedem, ob Filmfreak, Soap-Fan, Gelegenheitskinogänger oder ausgewiesenem Cineasten, die Chance, im öffentlich ausgetragenen Wettkampf einen Film zu erzählen.
Das Publikum ist die Jury und entscheidet, wer die „Silberne Linde Gelsenkirchen 2011“ gewinnt. Bewerben Sie sich als Nacherzähler: Sie haben 10 Minuten Zeit, von Ihrem (Lieblings-)Film zu erzählen ohne Hilfsmittel zu benutzen. Jeder kann sich bewerben – einfach erinnern und erzählen.

„Lassen wir uns alle, Künstler und Publikum, von der Vielfältigkeit des Gezeigten überraschen und freuen wir uns auf eine intensive und bereichernde Zeit“, wünscht sich Organisator Ulrich Penquitt (Künstlerische Leitung/Trias Theater-Ruhr) in Kooperation mit: Prof. Dr. Helmut Hasenkox (emschertainement Gmbh), Dr. Volker Bandelow und Claudia Keuchel vom Referat Kultur der Stadt Gelsenkirchen.

Quelle: http://www.lokalkompass.de/gelsenkirchen/kultur/hinterm-tellerrand-gehts-weiter-das-festival-freie-kultur-d101049.html
 


 

Am Tellerrand fängt die Welt erst an

Stadtspiegel, Harald Gerhäußer, 08.06.2011



Rolf Gildenast vorne, Kemal Demir, Frank Bürgin, Ulrich Penquitt,
Michael Walter und Jesse Krauß (v.l.n.r.) planen das
Festival „Hinterm Tellerrand gehts weiter“. Foto: Gerd Kaemper
Das Jahr der Kulturhauptstadt ist vorüber, zurück bleibt die Frage nach dessen Nachhaltigkeit. Auf Stadtebene soll nun der professionellen, freien Kunstszene die Möglichkeit zur Bestandsaufnahme und ein Impuls zur Zusammenarbeit gegeben werden.

GE. Das erste Festival der Freien Kultur wird „Hinterm Tellerrand gehts weiter“ heißen und gibt allen freien Künstlern aus Gelsenkirchen die Möglichkeit, sich und ihr künstlerisches Schaffen zu präsentieren. Das Festival wird vom 17. bis 23. Oktober 2011 mit einem möglichst breiten Angebot aus den künstlerischen Disziplinen in der Kaue, Wilhelminenstraße 174, stattfinden.

Für die Organisation des Festivals und die Zusammeführung und Verwirklichung des künstlerischen Potenzials der Gelsenkirchener freien Kunstszene wurden vier „Tagesregisseure“ gewonnen: Rolf Gildenast (Tanz), Frank Bürgin (Film), Kemal Demir (Theater) und Michael Walter (Musik). Jeder von ihnen soll für seinen Bereich einen Tag des Festivals planen. Dabei gilt es, die eigene Vision des Festivals genausowenig aus den Augen zu lassen wie das mögliche Zusammenarbeiten mit anderen Künstlern aus dem Stadtgebiet.

Rolf Gildenast, Tänzer und Choreograph, hat die Vision im Tanzprogramm die ethnische Vielfalt der Stadt wiederzuspiegeln, aber er plant auch über die Genregrenzen hinweg, tänzerisch auf andere Künste zuzugehen. Der Tanz ist dann die völlige Entgrenzung der ethnischen Herkunft aber auch des Kunstgattungsspezifischen Ausdrucks. Frank Bürgin, Filmemacher, hat das Ziel das „Total Recall – Festival des nacherzählten Films“ nach Gelsenkirchen zu holen. Der Festivalpreis, Die Goldene Linde, wird demjenigen verliehen, der das Publikum durch eine zehnminütige Nacherzählung eines Filmes am meisten begeistern kann. „Total Recall würde auch die Reputation der Stadt steigern“, sagt Bürgin. Der Theaterpädagoge und Regisseur Kemal Demir möchte Menschen, ob „professionell oder nicht professionell, mit Behinderung oder ohne“ auf die Bühne bringen und dann solle das Schauspiel beginnen, sagt er. Für den musikalischen Programmteil ist der Komponist Michael Walter zuständig. Er plant Menschen zusammeführen, um über Musik zu reden und auf der Bühne Musik zu machen. Und es soll eine Debatte über die Aktualität der Begriffe E (ernstzunehmende) und U (unterhaltende) Musik geben.

Wichtig ist den Veranstaltern vor allem, dass die Kontakte und Kooperationen Impulse über die Festivalzeit hinaus geben und die Szene der freien Künstler in Gelsenkirchen dadurch kreativen Zugewinn hat. Denn „Hinterm Tellerrand gehts weiter“, so wie es der treffende Festivalname schon sagt.

Wer sich am Programm beteiligen möchte, sendet seine Bewerbungen bis zum 15. Juni 2011 an die Adresse info@hinterm-tellerrand.de oder an Ulrich Penquitt, Urnenfeldstraße 25, 45894 Gelsenkirchen. Die Bewerbung sollte folgende Daten enthalten: Name, Adresse, Telefon, Email-Adresse, Beschreibung des Vorhabens, Beschreibung der eigenen Arbeiten (Titel, Größe, Gattung, Material), eine Biografie und eine Auflistung eingesandter Arbeiten. Es wird darum gebeten, keine Originale zu senden.

Quelle: http://www.lokalkompass.de/gelsenkirchen/kultur/am-tellerrand-faengt-die-welt-erst-an-d65869.html
 


 

Freie Kulturszene Gelsenkirchen plant erstes Festival "Hinterm Tellerrand geht's weiter"

WAZ, Elisabeth Höving, 20.04.2011



Bühne für Gelsenkirchens erstes Festival der
freien Kulturszene: die Kaue an der Wilhelminenstraße.
Foto: Martin Möller
Gelsenkirchen. Die Freie Szene in Gelsenkirchen plant ihr erstes Festival "Hinterm Tellerand gehts weiter". So hat sie die Möglichkeit, sich dem Publikum vorzustellen. Aber auch, sich zu informieren, Netzwerke zu schaffen, Erfahrungen auszutauschen.

„Hinterm Horizont geht’s weiter“, verspricht schon lange Altrocker Udo Lindenberg. Hinterm Tellerrand auch, sagt jetzt die Freie Kulturszene Gelsenkirchens und will auch gleich den Beweis antreten. Kulturhauptstadt 2010, das soll’s nicht gewesen sein. Stattdessen will sich die Freie Szene stärker als bisher jenseits des eigenen Horizonts vernetzen und im Oktober das erste Festival der Freien Kultur in Gelsenkirchen auf die Beine stellen.

Die Bühne dafür bietet das Consol Theater an der Wilhelminenstraße. Hausherr und Emschertainment-Chef Dr. Helmut Hasenkox begrüßte gestern das Engagement der freien Kulturszene ausdrücklich: „Ich freue mich, wenn mal wieder ein soziokultureller Hauch durch die Kaue weht und ausschließlich Künstler aus dieser Stadt auftreten werden.“

Städtisches Kultur Referat unterstützt die Szene

Auch das städtische Kultur Referat ist begeistert im Boot. Dr. Volker Bandelow: „Ich bin mir sicher, es gibt große, teils noch unbekannte kreative Potenziale, die es zu entdecken und zu fördern gilt.“

Zum Beispiel mit einem eigenen Festival. Das soll in der Kaue unter dem Titel „Hinterm Tellerrand geht’s weiter“ vom 20. bis 23. Oktober stattfinden. Mindestens. Stehen Teilnehmer und Finanzbudget endgültig fest, kann das Festival auch auf eine ganze Woche ausgedehnt werden.

Motor und künstlerischer Leiter der Veranstaltung ist der Kopf des Trias Theaters Ruhr, Ulrich Penquitt: „Dieses Festival will über den Tellerrand gucken. Es soll eine Bestandsaufnahme sein, aber auch für die Zukunft Gedanken und Projekte entwickeln.“

Möglichkeit, sich darzustellen

Die Freie Szene soll die Chance bekommen, sich in all ihren Facetten darzustellen, aber auch, sich zu informieren, Netzwerke zu schaffen, Erfahrungen auszutauschen, Projekte anzuschieben.

Mit im Boot ist zum Beispiel der Tänzer Rolf Gildenast. Er plant, für das Festival eine Vorstellung für Kinder und Jugendliche zu entwickeln und den Tanz in Beziehung zu anderen Kunstformen zu setzen.

Filmemacher und Journalist Frank Bürgin plant einen ganzen Tag rund ums Thema Film, ohne aber einen Film zu zeigen. Stattdessen will er „Total Recall“, das Festival des nacherzählten Films, nach Gelsenkirchen holen. Hier beschreiben Menschen aus dem Publikum zehn Minuten lang ihren Lieblingsfilm. Die beste Nacherzählung wird prämiert.

Integration auch ein Thema

Der Gelsenkirchener Theaterpädagoge und Regisseur Kemal Demir will Theater zu Themen wie Integration oder Behinderung auf die Bühne bringen. Musiker und Komponist Michael Walter stellt als Tagesregisseur vor allem die Musik in den Fokus.

Auch die Bildende Kunst und die Literatur werden beim Festival ihr Forum bekommen. Grafiker Jesse Krauß plant neben dem Onlineauftritt den Aufbau einer Datenbank für freie Künstler.

Und Tänzer Rolf Gildenast spricht sicherlich für viele aus der Szene, wenn er sagt: „Wir müssen unser Licht nicht unter den Scheffel stellen.“
 


 

Total Recall – Klappe, die erste

WAZ, Tobias Mühlenschulte, 23.10.2011



Star Wars, Dirty Dancing, Pulp Fiction? Fehlanzeige. Beim Total Recall am Samstag in der Kaue war genau das eingetreten, was Bernd Terstegge im Vorfeld angekündigt hatte. Der Leiter des Internationalen Festivals des nacherzählten Films hatte eine bunte, absolut unkonventionelle Mischung quer durch sämtliche Sparten, Epochen und Kulturkreise der bewegten Bilder vorhergesagt.

Das Publikum hatte unter anderem einen epochalen Oscar-Abstauber, einen russischen Klassiker, einen experimentellen Kurzfilm, eine schwarzhumorige Serie und zwei Dokumentationen zu bewerten. Zehn Minuten hatte jeder Teilnehmer auf der Bühne Zeit, um seinen Lieblingsfilm ohne Verwendung von Hilfsmitteln nachzuerzählen.

Als Sieger ging nicht etwa jemand hervor, der einen Film nacherzählte, den alle im Publikum kennen und der dazu noch möglichst lustig ist und beim Nacherzählen vermutlich viele Lacher erwirtschaftet. Der erste Preis, die Silberne Linde, ging an Ulrich Brockerhoff-Ferda, der die BBC-Dokumentation „Man On Wire“ nicht nur mitreißend leidenschaftlich nacherzählte, sondern das dermaßen flüssig und anschaulich tat, dass er ohne ein einziges „Äh“ auskam.

Erst in der Pause nach dem ersten Block der Veranstaltung hatte der Mann jenseits der 50 sich gemeinsam mit vier anderen zusätzlich in die Teilnehmerliste eingetragen. Insgesamt elf Filmfreunde stellten sich am Samstagabend hinter das Rednerpult in der Kaue. „Je länger der Film läuft, um so mehr wünscht man sich, dass er das schafft“, brachte Ulrich Brockerhoff-Ferda seine Begeisterung für die Dokumentation über einen Franzosen, der nach akribischer Vorbereitung auf einem Drahtseil zwischen den beiden Türmen des World Trade Centers balanciert, auf den Punkt.

Frank Bürgin, der Total Recall für das fünftägige Festival Freie Kultur erstmals nach Gelsenkirchen geholt hatte, machte den Anfang. Der Gelsenkirchener Filmemacher („Heimatabend“) erinnerte sich vor dem etwa 100-köpfigen Publikum an die Nacht, in der ihn die Dokumentation „Exit Through The Gift Shop“ des bis heute unbekannten Street-Art-Künstlers Banksy an den Fernseher fesselte.

Die zehnjährige Enya Kumpernas erinnerte sich detailliert und anfangs noch ganz aufgeregt an den Animationsfilm „Oben“. Jan Koch nutzte das Total Recall, um ganz lässig für die in Deutschland recht unbekannte Serie „Breaking Bad“ eine Lanze zu brechen.

Auf den zweiten Platz wählte das Publikum per Punkteentscheid Viktoria Lazareva, die den Sowjet-Klassiker „Die kaukasische Gefangene“ mit einer Portion Ironie auftischte. Der dritte Platz ging an den Gelsenkirchener Illustrator Jesse Krauß (auch er hatte sich erst in der Pause gemeldet), der anschaulich seine fast liebevolle Begeisterung für den Kurzfilm „Copyshop“ rüberbrachte. Und... Schnitt.

Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/total-recall-klappe-die-erste-id5191100.html
 
 
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